Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co.
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Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co.

Eine Waschmaschine muss vor dem Einlagern vollständig abtropfen, im Ablaufschlauch und in der Laugenpumpe bleiben nach dem letzten Waschgang oft ein bis zwei Liter Restwasser, die im geschlossenen Lagerabteil über Wochen zu Rost, Kalkgeruch und Schimmel im Dichtungsgummi führen. Elektrogeräte sind beim Einlagern deshalb ein Sonderfall: Nicht das Volumen ist das Problem, sondern die Feuchtigkeit, die sie mitbringen und die im Inneren nicht verdunsten kann.

Warum Feuchtigkeit bei Geräten das eigentliche Risiko ist

Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner arbeiten alle mit Wasser oder Kondensat. Wird ein solches Gerät noch feucht in ein dicht geschlossenes Abteil gestellt, bleibt die Restfeuchte gefangen. In einem unbeheizten Lagerraum schwankt die Temperatur mit den Jahreszeiten, und an kalten Metallflächen schlägt sich Kondenswasser nieder. Genau dort entstehen dann Rostfahnen an der Trommel, Stockflecken an Kunststoffteilen und muffiger Geruch, der sich später kaum noch herausbekommen lässt.

Besonders kritisch ist der Türgummi der Waschmaschine und die Dichtung der Kühlschranktür. Liegt die Tür fest an und ist innen noch Feuchtigkeit vorhanden, bildet sich in der warmen Jahreszeit binnen weniger Wochen ein schwarzer Schimmelrand. Deshalb gilt für alle wasserführenden und kühlenden Geräte dieselbe Grundregel: erst vollständig trocknen lassen, dann mit einen Spalt offener Tür einlagern, damit Luft zirkulieren kann.

Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co. — practical guide overview
Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co.
💡 Gut zu wissen: Ein Kühlschrank braucht nach dem Abtauen mindestens 24 Stunden mit offener Tür zum Austrocknen, bevor er ins Lager kommt. Wische zusätzlich das Kondensat aus der Auffangrinne an der Rückwand, dort sammelt sich am längsten Restfeuchte.

Waschmaschine und Geschirrspüler vorbereiten

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Bei der Waschmaschine läuft die Vorbereitung in einer festen Reihenfolge ab, damit wirklich alles Wasser draußen ist. Lass zunächst das Restwasser über den Ablaufschlauch oder das Notablauf-Filterfach in eine flache Schale laufen. Öffne danach das Flusensieb, entleere es und lass es kurz trocknen. Dreh die Trommel mehrfach von Hand, damit auch aus den Rippen der Manschette das letzte Wasser läuft, und wische den Türgummi mit einem trockenen Tuch aus.

Sichere anschließend die Trommel mit den Transportsicherungen, falls du sie noch hast, ohne diese Schrauben kann die frei schwingende Trommel beim Transport das Federsystem beschädigen. Zum Schluss lässt du die Tür einen Spalt offen und legst optional einen kleinen Beutel Trockenmittel in die Trommel. Beim Geschirrspüler gehst du analog vor: Sieb reinigen, Bodenwanne trockenwischen, Tür angelehnt lassen.

Beim Wäschetrockner unterscheidet sich der Ablauf je nach Bauart. Ein Kondenstrockner sammelt das Wasser in einem herausnehmbaren Behälter, den du leerst und trocknest. Ein Trockner mit Wärmepumpe hat zusätzlich einen Verdampfer, der nach dem letzten Lauf noch feucht ist, lass das Gerät deshalb einen Tag mit offener Tür stehen, bevor es ins Abteil kommt. Das Flusensieb reinigst du gründlich, weil eingelagerte Fusseln Feuchtigkeit ziehen und muffeln.

Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co. — step-by-step visual example
Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co.

Wenn du vor dem Einlagern noch nicht sicher bist, ob dein Abteil überhaupt groß genug für die sperrigen Geräte plus Restkartons ist, hilft dir der Lagergrößen-Rechner, die passende Fläche abzuschätzen, bevor du buchst und beim Anliefern feststellst, dass es eng wird.

Kühlschrank und Gefriertruhe: abtauen ist Pflicht

Ein Kühlschrank oder eine Gefriertruhe darf niemals mit Reif oder Eis eingelagert werden. Taue das Gerät vollständig ab, wische es innen aus und lass es offen stehen, bis auch die Ablaufrinne trocken ist. Reinige die Türdichtung gründlich, denn Speisereste in den Falten des Gummis sind ein Nährboden für Schimmel und ziehen im geschlossenen Gerät Gerüche.

Transportiere Kühlgeräte möglichst stehend. War der Transport liegend unvermeidbar, muss das Gerät vor dem ersten Wiederanschließen einige Stunden stehen, damit sich das Kompressoröl wieder setzt. Im Lager selbst gilt: Tür mit einem zusammengeknüllten Tuch oder einem Türfeststeller einen Spalt offen halten. So bleibt das Innere belüftet und die Dichtung wird nicht dauerhaft zusammengepresst.

Eine kleine Gefriertruhe verhält sich beim Einlagern wie ein Kühlschrank, hat aber eine tiefere Wanne, in der sich Schmelzwasser gerne in den Ecken hält. Kippe die Truhe nach dem Abtauen kurz an, damit das letzte Wasser abläuft, und trockne die Ecken mit einem Tuch nach. Auch hier gilt: Deckel angelehnt lassen und einen Beutel Trockenmittel hineinlegen, damit sich in der geschlossenen Wanne keine feuchte Luft staut.

Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co. — helpful reference illustration
Elektrogeräte einlagern: Waschmaschine, Kühlschrank und Co.
⚠️ Häufiger Fehler: Geräte fest an die kälteste Außenwand des Abteils schieben. Dort ist die Kondensationsgefahr am höchsten. Stelle Elektrogeräte lieber leicht abgerückt von der Wand auf eine Palette oder Kanthölzer, damit von allen Seiten Luft zirkuliert.

Richtig aufstellen und gegen Kondenswasser sichern

Der Boden im Lagerabteil ist der kälteste und feuchteste Punkt. Stelle deshalb kein Elektrogerät direkt auf den nackten Betonboden, sondern auf eine Holzpalette, eine Kunststoffunterlage oder ein paar Kanthölzer. Diese wenigen Zentimeter Abstand verhindern, dass aufsteigende Bodenfeuchte in das Gehäuse zieht und sich unter dem Gerät Kondenswasser sammelt.

Decke die Geräte niemals luftdicht mit Folie ab. Eine dicht anliegende Plastikplane wirkt wie ein Treibhaus: Unter ihr kondensiert die Restfeuchte und läuft am Metall herunter. Nutze stattdessen eine atmungsaktive Möbeldecke oder ein Baumwolllaken, das Staub abhält, aber Luft durchlässt. Kleine Beutel mit Silikagel oder Trockenmittel im Geräteinneren binden zusätzliche Feuchtigkeit und sollten bei langer Lagerung alle paar Monate getauscht werden.

Die Reihenfolge beim Stapeln zählt ebenfalls: Schwere, stabile Geräte wie die Waschmaschine bilden die Basis. Auf empfindliche Oberseiten wie die Glasplatte eines Ceranfelds oder den Deckel des Trockners gehört nichts Schweres. Eine strukturierte Einlager-Checkliste hilft, die Vorbereitungsschritte pro Gerät abzuhaken, damit kein Restwasser und keine offene Dichtung übersehen wird.

Kosten, Kabel und die letzten Handgriffe

Kleinteile gehen beim Einlagern von Großgeräten am häufigsten verloren. Wickle Netzkabel auf, fixiere sie mit einem Klettband und klebe sie mit Kreppband an die Geräterückseite. Schrauben der Transportsicherung, Schlauchadapter und Zubehör kommen in einen beschrifteten Beutel, den du ebenfalls am Gerät befestigst, so suchst du beim Wiederaufbau nicht in fremden Kartons. Fotografiere vor dem Abbau die Anschlüsse, dann weißt du beim Wiederanschließen, welcher Schlauch wohin gehört.

Denk auch an die Zeit unmittelbar nach der Anlieferung: Prüfe im Abteil noch einmal, ob wirklich alle Türen einen Spalt offen stehen und kein Gerät bündig an der Wand klebt. Diese zwei Minuten Kontrolle entscheiden oft darüber, ob du die Geräte nach Monaten trocken oder mit Schimmelrand wiederfindest.

Weil Großgeräte viel Standfläche brauchen, lohnt vorab eine nüchterne Kostenrechnung. Rechne mit einem Richtwert von etwa 15 bis 40 Euro pro Quadratmeter und Monat, je nach Region und Anbieter. Mit dem Lagerkosten-Rechner kannst du für deine geplante Laufzeit hochrechnen, was Waschmaschine, Kühlschrank und der übrige Hausstand zusammen an Fläche und damit an Miete verursachen.

GerätWichtigster SchrittTür im Lager
WaschmaschineRestwasser ablassen, TransportsicherungSpalt offen
KühlschrankAbtauen, 24 h trocknenSpalt offen
GeschirrspülerSieb reinigen, Bodenwanne trocknenAngelehnt
TrocknerKondensatbehälter leeren, FlusensiebAngelehnt

Wer diese Handgriffe ernst nimmt, holt die Geräte nach Monaten trocken, geruchsfrei und funktionsfähig wieder heraus. Die drei Kernpunkte bleiben immer gleich: vollständig trocknen, mit offener Tür lagern und vom kalten Boden abrücken. Dann ist Feuchtigkeit kein Thema mehr, egal wie lange das Abteil belegt bleibt.

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Veröffentlicht durch die LagerGuide-Redaktion. Veröffentlicht am 10. September 2026.

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